Kohlenstofffaserverbundwerkstoffe verbinden Leichtbau mit hoher mechanischer Leistung, doch ihre heterogene Struktur macht die metallographische Probenvorbereitung besonders anspruchsvoll.
Beim Schneiden und Polieren können Faserabrisse, Oberflächenschäden, Kratzer sowie Abrundungen der Kanten die Faser-Matrix-Grenzfläche verändern und die Genauigkeit der nachfolgenden mikrostrukturellen Analyse beeinträchtigen.
Für diese Probe wurde ein kontrollierter Präparationsprozess angewendet:
• TJ2568 Epoxid-Einbettungssystem mit geringer Schrumpfung
• MET-SP P800 → P1200 → P2000 für das schrittweise Schleifen
• CS-JP + 1 μm PD-WT-Polysilizium-Diamant-Suspension
• ZN-ZP + 0,05 μm SO-A439-Kolloidsilizium-Suspension für das abschließende Polieren
Ziel ist nicht nur eine glatte Oberfläche zu erreichen, sondern die tatsächliche Faser-Matrix-Grenzfläche zu bewahren und präparationsbedingte Artefakte möglichst zu minimieren.
Eine zuverlässige Probenvorbereitung bildet die Grundlage für eine genaue Bewertung der Faserverteilung, der Grenzflächenqualität, von Defekten sowie der Mikrostruktur des Verbundwerkstoffs.
#Kohlenstofffaser #Verbundwerkstoffe #Metallographie #Probenvorbereitung #Fehleranalyse #Materialcharakterisierung #TROJAN
